Skip to content
Glossar

Conversion Rate

Die Conversion Rate ist der Anteil an Besuchern, die nach dem Aufruf einer Produktseite tatsächlich kaufen. Formel: Bestellungen ÷ Sitzungen × 100. Auf Amazon liegt der Branchen-Schnitt bei 10–15 %, in Shopify-Shops deutlich darunter bei 1,5–3 %. Der Unterschied erklärt sich durch den Kauf-Intent: Wer auf Amazon landet, will fast immer kaufen.

Warum die Conversion Rate entscheidend ist

Während CTR misst, ob dein Listing den Klick verdient, misst die Conversion Rate, ob dein Listing den Kauf verdient. Sie hängt an allem unterhalb des Listing-Headers: Bullet Points, Beschreibung, Bewertungen, Preis, Versand, Bilder ab Position 2.

Ökonomisch ist Conversion Rate der mit Abstand wertvollste Hebel: eine Verdopplung von 2 % auf 4 % verdoppelt den Umsatz bei gleichem Marketing-Budget. Eine Verdopplung der Reichweite (z. B. mehr Werbeausgaben) kostet hingegen reales Geld. Deshalb optimieren erfahrene E-Commerce-Teams Conversion Rate vor Reichweite.

Auf Marketplaces ist Conversion Rate zusätzlich ranking-relevant: Amazon, eBay und Etsy bevorzugen Listings die häufiger kaufen als anschauen. Niedrige Conversion mit hoher CTR signalisiert „Clickbait" und führt zu Ranking-Verlust.

So wird Conversion Rate berechnet

Beispiel: Dein Listing hat 1.000 Sitzungen in einer Woche, davon 35 Bestellungen.

35 ÷ 1.000 × 100 = 3,5 %

3,5 % ist für einen Shopify-Shop überdurchschnittlich, für Amazon dagegen schwach. Die Bewertung der Zahl hängt also stark vom Kanal ab.

Benchmarks nach Kanal

  • Amazon Listings: 10–15 % Durchschnitt, 20 %+ stark
  • Shopify (Allgemein): 1,5–3 % Durchschnitt, 4 %+ stark
  • Shopify (Niche / Repeat-Buyer): 4–7 %
  • Etsy: 2–3 % Durchschnitt
  • Google Shopping → Landing Page: 1,5–2,5 %
  • B2B SaaS Landing Page: 2–5 %

Quelle: aggregierte Daten von Shopify, Marketplace Pulse, Sistrix, Unbounce.

So verbesserst du deine Conversion Rate

  1. Bewertungen sammeln — Listings mit 50+ Reviews konvertieren 2–3× besser. Vendor-Programme, Follow-up-E-Mails, Bewertungsbitten in Verpackungen.
  2. Bullet Points umstellen — Erster Bullet: konkreter Nutzen statt Feature („Hält 8 Stunden trocken" statt „Wasserdicht 5 ATM"). Siehe auch E-E-A-T.
  3. Beschreibung mit Struktur — Überschriften, Bullets und Absätze schlagen Wand-Text. Käufer scannen, lesen nicht.
  4. Bilder ab Position 2 — Lifestyle, Maßangaben, Größenvergleich, Detailaufnahmen. Plattformen empfehlen 7+ Bilder.
  5. Trust-Signale platzieren — Garantie, Rückgaberecht, Lieferzeit. Bei Shopify sichtbar auf der Produktseite, nicht im Footer.
  6. A/B-Tests fahren — kleine Änderungen (Preis-Anker, Bullet-Reihenfolge, CTA-Text) verschieben Conversion oft um 10–20 %.

Häufige Fehler

  • Conversion ohne Source-Split — Direct-Traffic konvertiert anders als Paid-Ads-Traffic. Mische die Zahlen nicht.
  • „Wir brauchen mehr Traffic" als Reflex statt erst Conversion zu optimieren. Mehr Traffic auf eine schlechte Page verbrennt Budget.
  • Conversion ohne AOV-Kontext — 5 % Conversion bei 20 € AOV ist schlechter als 3 % Conversion bei 80 € AOV.

Verwandte Begriffe

  • CTR — was vor dem Klick passiert
  • Buy Box — Conversion-Hebel #1 auf Amazon
  • A+ Content — Conversion-Boost auf Amazon
  • Main Image — beeinflusst beides, CTR und Conversion