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Glossar

CTR (Click-Through-Rate)

Die Click-Through-Rate (CTR) ist der Anteil der Nutzer, die ein Listing in den Suchergebnissen anklicken, gemessen an der Anzahl der Impressionen. Die Formel: Klicks ÷ Impressionen × 100. Auf Amazon liegt die durchschnittliche CTR je nach Kategorie zwischen 0,3 % und 0,5 %, alles über 1 % gilt als solide, ab 2 % als stark.

Warum CTR im E-Commerce zählt

CTR ist der wichtigste Frühindikator für Listing-Qualität. Sie misst, ob die erste Eindrucks-Komponenten — Titel, Hauptbild, Preis, Sternebewertungen — den Klick überhaupt verdienen. Eine schwache CTR bedeutet, dass selbst perfekter Content auf der Produktseite nie gesehen wird, weil Käufer schon vorher das Listing daneben anklicken.

Auf Plattformen mit eigenem Ranking-Algorithmus (Amazon, eBay, Etsy, Google Shopping) ist CTR direkt ranking-relevant: ein Listing mit höherer CTR steigt in den Suchergebnissen, weil die Plattform es als „relevanter" einstuft. Niedrige CTR sendet das gegenteilige Signal — die Plattform reduziert die Sichtbarkeit, was zu noch weniger Klicks führt. Diese Abwärtsspirale ist der Hauptgrund, warum viele Listings nach einem schwachen Start nicht mehr ranken.

So wird CTR berechnet

Beispiel: Dein Amazon-Listing wird 10.000 Mal in den Suchergebnissen angezeigt und 250 Mal angeklickt.

250 ÷ 10.000 × 100 = 2,5 %

Diese 2,5 % bedeuten: 1 von 40 Käufern hält dein Listing für klick-würdig. Bei einer CTR von 0,3 % müssten 333 Käufer dein Listing sehen, bis einer klickt — du verbrennst Search-Traffic, ohne Conversions zu generieren.

Benchmarks nach Plattform

  • Amazon Such-CTR: 0,3–0,5 % Durchschnitt, 1 %+ gut, 2 %+ stark
  • Google Shopping: 0,8–1,2 % Durchschnitt
  • Etsy: 0,5–1 % Durchschnitt, kreativer Bild-Style hilft
  • Google organische Suche: Position 1 ≈ 28 %, Position 5 ≈ 6 %, Position 10 ≈ 2 %
  • Google Ads (Search): 3–5 % Durchschnitt, Brand-Keywords oft 8 %+

Diese Zahlen sind Branchen-Mittelwerte (Quelle: aggregierte Studien u. a. von Sistrix, Ahrefs, Marketplace Pulse). Deine konkrete CTR hängt stark von Kategorie und Wettbewerbsumfeld ab.

So verbesserst du deine CTR

  1. Hauptbild optimieren — das mit Abstand wichtigste Element. Klares Produkt auf weißem Hintergrund (Amazon-Pflicht), hoher Kontrast, kein Mini-Text. Käufer entscheiden in ~0,3 Sekunden.
  2. Titel mit Spezifika — Generisch („Watch") verliert gegen Spezifisch („Chronograph Watch — 42 mm Steel, Sapphire Crystal"). Siehe auch Long-Tail Keywords.
  3. Bewertungen sichtbar machen — Listings mit 4,5+ Sternen und 50+ Reviews haben 3–5× höhere CTR als 3,5-Sterne-Listings.
  4. Preis-Anker setzen — Streichpreise (UVP überstrichen) erhöhen die wahrgenommene Wertigkeit und triggern den Klick.
  5. A/B-Test des Hauptbilds — Amazon erlaubt es offiziell über die „Manage Your Experiments"-Funktion. Auf anderen Plattformen über Wechsel mit Datums-Tracking.

Häufige Fehler

  • Clickbait-Titel: Heben die CTR kurzfristig, ruinieren aber die Conversion Rate. Plattformen merken das und senken das Ranking trotz hoher CTR.
  • Lifestyle-Hauptbild auf Amazon: Pflicht-Verstoß. Nur reines Produktbild auf Weiß als Hauptbild verwenden, Lifestyle gehört auf Bild 2–4.
  • CTR ohne Conversion-Kontext betrachten: Eine 5 % CTR mit 0,2 % Conversion ist schlechter als 2 % CTR mit 5 % Conversion. Beides immer zusammen prüfen.

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